Jung Werners Abschied
aus: Der Trompeter von Säckingen
Vierzehntes Stück: Das Büchlein der Lieder


Das ist im Leben häßlich eingerichtet,
Daß bei den Rosen gleich die Dornen stehn,
Und was das arme Herz auch sehnt und dichtet,
Zum Schlusse kommt das Voneinandergehn.
In deinen Augen hab' ich einst gelesen,
Es blitzte drin von Lieb' und Glück ein Schein:
Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen,
Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Leid, Neid und Haß, auch ich hab' sie empfunden,
Ein sturmgeprüfter müder Wandersmann.
Ich träumt' von Frieden dann und stillen Stunden,
Da führte mich der Weg zu dir hinan.
In deinen Armen wollt' ich ganz genesen,
Zum Danke dir mein junges Leben weihn:
Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen,
Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Die Wolken fliehn, der Wind saust durch die Blätter,
Ein Regenschauer zieht durch Wald und Feld,
Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter,
Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.
Doch wend' es sich zum Guten oder Bösen,
Du schlanke Maid, in Treuen denk' ich dein!
Behüt' dich Gott! es wär' zu schön gewesen,
Behüt' dich Gott, es hat nicht sollen sein!

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Badische Zeitung vom 05. Oktober 2010:
Ein lebendiges Museum

Edward H. Tarr und Krisztián Kováts bieten im Saal des Schlosses Trompetengeschichte zum Hören

BAD SÄCKINGEN. Klingende Trompetengeschichte und eine kleine Instrumentenkunde mit Klangbeispielen: Die Matinee am Sonntag im Saal des Trompeterschlosses bot beides. Das Publikum hatte die seltene Gelegenheit, zwei Spezialisten auf historischen Trompeten zu hören, die ihre Instrumente auch noch fachkundig erklärten. „Ein Museum sollte lebendig sein“, begrüßte Museumsleiter Johannes Brenke die vielen Zuhörer zu diesem Gesprächskonzert „Wie es wohl geklungen hat? 400 Jahre Trompetengeschichte zum Nachhören“ am Jubiläumswochenende des Trompetenmuseums. Eingesetzt wurden zwar keine Instrumente der Museumssammlung, wohl aber lauter Originalinstrumente aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Edward H. Tarr, internationale Koryphäe in Sachen Trompete und langjähriger früherer Direktor des Trompetenmuseums, und der ungarische Trompeter Krisztián Kováts aus Basel hatten die Barocktrompeten, klassischen Trompeten, Klappentrompeten, Klappenhörner und Kornette mitgebracht und machten die chronologische Entwicklung im Trompetenbau hörbar. Brenke freute sich, dass er zwei Experten gewinnen konnte, die sich in der Spielweise, Stilistik, Aufführungspraxis und Literatur der historischen Trompete so exzellent auskennen. Wer weiß, wie heikel ventillose Trompeten zu spielen sind, musste das Können von Tarr und Kováts doppelt bewundern. Die beiden Musiker begannen den Streifzug mit einem Duett aus Böhmen, gespielt auf Barocktrompeten. Dann wechselten sie in drei Pariser Duetten von Francois Dauverné auf klassische Trompeten von 1810, und man konnte den klanglichen Unterschied studieren. Begleitet von der ukrainischen Pianistin Liudmyla Polova, traten die beiden Trompeter auch solistisch hervor. Technisch bravourös und mit staunenswerter Virtuosität begeisterte Kováts in einem Divertimento auf einer Wiener Klappentrompete von 1820. Auf dem etwas später erfundenen Klappenhorn von 1835 blies er mit atemberaubender Wendigkeit eine schnelle, tänzerische Polonaise von Joseph Küffner. In einem kleinen Stück von Otto Nicolai führte Kováts noch die „Stopftechnik“ vor. Und auf Kornetten brillierte er in einem stimmungsvollen Nocturne von Jacques Gallay und einer bravourös hingelegten rasanten Cornet-Polka von Jean Baptiste Arban – zum Jubel der Trompetenfans. Wiedererkennungswert hatte das Adagio von Verdi, das Edward H. Tarr entdeckt und im Fridolinsmünster erstaufgeführt hatte. Auf einer tiefen D-Trompete, die wunderbar zur Stimmung des Adagios passt, blies er dieses romantische Stück mit weichem Klang, sehr sanglich, lyrisch und gefühlvoll: reinster Belcanto auf der Trompete. Auf einem schön klingenden Kornett mit Drehventilen und Schnurmechanik aus Boston spielte Tarr einen Sonatensatz des Romantikers Thorvald Hansen. „Was jetzt kommt, muss in Bad Säckingen einfach sein“, kündigte Tarr das berühmte Trompeterlied „Behüt’ dich Gott“ an: Er legte sein ganzes Gefühl, Herz, Seele, tonliche Wärme und Innigkeit in diese ergreifende Abschiedsmelodie von Jung Werner. (Roswitha Frey)

 

Badische Zeitung vom 04. Oktober 2010:
25 Jahre Trompetenmuseum: Zwei Geschenke schließen Lücken

Beim Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Trompetenmuseums präsentiert Museumsdirektor Brenke zwei bedeutende Präsente.

BAD SÄCKINGEN. Zu seinem 25. Jubiläum hat das Trompetenmuseum zwei bedeutende Geschenke von den Erben Ernst Busers erhalten, also jenes Basler Musik- und Instrumentenkenners, dessen Sammlung von 50 historischen Trompeten den Kern der mittlerweile auf 250 Exponate angewachsenen Bad Säckinger Kollektion bildet. Es handelt sich um ein Ölgemälde sowie einen Lehrbrief von 1721. Die beiden Geschenke schlössen Lücken im Sammlungsbestand, erklärte Museumsdirektor Johannes Brenke, als er sie beim Festakt am Freitagabend erstmals der Öffentlichkeit präsentierte. Das unsignierte Gemälde zeigt das Porträt eines Trompeters und muss, nach der Bauart des Flügelhorns zu schließen, wohl aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen. Das andere Geschenk ist ein 1721 in Hessen ausgestellter Lehrbrief, der einem gewissen Siegmund Büttner bescheinigt, seine zweijährige Ausbildung zum "Hof- und Feldtrompeter" erfolgreich bestanden zu haben. Das Examen muss sehr streng gewesen sein, denn nicht weniger als zwölf Prüfer setzten ihre Siegel unter den Brief. Außerdem hatte Johannes Brenke eine weitere Überraschung: Einen Kurzfilm mit dem Titel "Trompeten aus Bad Säckingen", der 1993 gedreht, aber offenbar noch nie zuvor öffentlich gezeigt wurde. Werbung Vertreter der Politik beglückwünschten das Museum zu seinem Jubiläum und sprachen sowohl dem ersten Direktor Edward Tarr, der die Institution 20 Jahre lang geleitet hatte, als auch seinem 2005 berufenen Nachfolger Johannes Brenke Dank für die Arbeit aus. Andreas Weiß vom Kreiskulturamt überbrachte die Grüße des Landrates und würdigte die Sammlung als ein "einzigartiges Dokument für 400 Jahre Trompetengeschichte" und eine der größten Ausstellungen ihrer Art weltweit. Das Museum stehe dafür, dass "Trompeter aus Blech Gold machen." Bürgermeisterstellvertreter Wolfgang Lücker bezeichnete das Museum als einen "Glücksfall für Bad Säckingen", als "kulturelles Glanzlicht und Identifikationsmerkmal". Aufhorchen ließ die Tatsache, dass er darauf verzichtete, der Institution die weitere finanzielle Unterstützung der Stadt zuzusichern, denn: "Der Grat zwischen wünschenswerten Ausgaben für die Kultur und den vorhandenen Mitteln ist ein sehr schmaler". Darauf anspielend, appellierte der ehemalige Bürgermeister Günther Nufer: "Rühren Sie nicht an diese kulturell bedeutende Einrichtung", denn: "Die Stadt ist Kultur, und ohne Kultur ist die Stadt nichts." Von den Anfängen des Museums berichtete Edward Tarr. Nach einem Konzert des berühmten Trompeters Adolf Scherbaum (dessen Nachlass das Museum verwahrt) in den 60-er Jahren in Basel entwickelte er zusammen mit dem Solisten und Ernst Buser die Idee, die weltweit erste Trompetenausstellung zu organisieren. Ernst Buser war ein Sammler, der ein großes Jagdfieber an den Tag legte, wenn er ein bestimmtes Instrument haben wollte. Es gelang ihm, 50 historische Trompeten zusammenzutragen, die er an keinem anderen Ort als im Schloss Schönau ausgestellt sehen wollte. Aus einer Schenkung wurde ein 176 000 Mark teurer Ankauf Dies war nicht ganz einfach, ließ Günther Nufer wissen, denn die Räume wurden damals vom Kunstverein genutzt. Dieser zog schließlich in die Villa Berberich, "die zum Glück heute noch in städtischem Eigentum ist", wie Nufer in Anspielung auf die erst kurze Zeit zurückliegenden Verkaufspläne meinte. Damit war der Weg frei für das Trompetenmuseum. Nufer hoffte zunächst auf eine Schenkung, doch Ernst Buser wollte die Sammlung für 145 000 D-Mark, wie Nufer dachte, beziehungsweise Schweizer Franken, wie Buser im Sinne hatte, verkaufen. Es wurden schließlich 176 000 Mark, was der Gemeinderat letztlich billigte. Das Museum war in den letzten 25 Jahren sehr aktiv: Durch Erwerbungen, Leihgaben und Nachlässe konnte die Sammlung erheblich erweitert werden, und auch durch Ausstellungen wie die der berühmten Silbertrompeten aus Lissabon gelang es ihm, sich auf nationaler wie internationaler Ebene einen Namen zu machen. Immer wieder werden Leihgaben aus Bad Säckingen angefordert, und Wissenschaftler nutzen die museumseigenen Instrumente und Dokumente für ihre Forschungsarbeiten. Daneben möchte Johannes Brenke das Museum auch von der populären Seite präsentieren. Für Februar 2011 sei ein Projekt mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz geplant, verriet er. Dass die Trompetenkultur auch heute gepflegt wird, zeigte das anspruchsvolle musikalische Rahmenprogramm von Matthias Wörz (Trompete) und Bernd Schäfer (Klavier) mit Werken von Baudrier, Ghidoni und Albinoni. (Michael Gottstein)

 

Badische Zeitung vom 04. Oktober 2010:
Kleine Tipps von den großen Profis

Workshop mit Musikern des Blechbläserensembles des Hessischen Rundfunks in der Jugendmusikschule.

BAD SÄCKINGEN. Musikunterricht von und mit absoluten Profis – dieses Angebot ließen sich am Samstag 12 Blechbläser nicht entgehen. Von 10 bis 17 Uhr gaben Mitglieder von HR-Brass - dem Blechbläserensemble des Hessischen Rundfunks - in den Räumen der Bad Säckinger Jugendmusikschule Workshops für Tuba, Trompete, Posaune und Horn. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Trompetenmuseums. Samstagabend gaben die Musiker von HR-Brass ein Konzert im Gloria-Theater, Freitagabend reisten sie dafür bereits an. Ein ganzer Tag Zeit blieb ihnen also in der Trompeterstadt – und den nutzten sie gerne, um mit Amateurmusikern aus der Region zu arbeiten. Trompetenmuseums-Leiter Johannes Brenke hatte die Idee zu den Blasmusik-Workshops, zu denen sich die Profimusiker spontan bereit erklärt hatten. Brenkes Intention war es, hiesigen Musikern und Zöglingen neue Impulse zu geben: "Alle Lehrer haben das Wissen, nur vermitteln sie es unterschiedlich", erklärte der Museumsleiter. Auch wenn die Workshop-Teilnehmer bereits in einem Verein oder in der Jugendmusikschule ausgebildet würden, so könnten andere Musik-Lehrer – beziehungsweise die Profi-Musiker der HR Brass – ihnen doch Neues lehren oder Altbekanntes auf neue, andere Art vermitteln. Werbung Die Workshops richteten sich an Blechbläser jeglichen Alters. Man wollte bewusst nicht nur jungen Musikernachwuchs ansprechen. Viele Angebote in der Musikausbildung würden heutzutage im Alter von Mitte bis Ende 20 enden, so Johannes Brenke. Lernen könne und wolle man aber doch auch danach noch. Tatsächlich handelte es sich bei den Workshop-Teilnehmern am Samstag größtenteils um Erwachsene. Unter ihnen zum Beispiel auch Christine Oechslein, die den Workshop von Hornist Charles Petit besuchte. Die Waldhorn-Spielerin war begeistert davon, einmal Tipps von einem "Vollblutprofi" zu bekommen. Einmalige Chance für Tipps von einem Profimusiker Eine solche Chance, böte sich sonst ja nie: "Da ist ja normalerweise die Fernsehscheibe dazwischen." Und die Tipps reichten am Samstag von der allgemeinen Theorie bis hin zu gezielten Verbesserungsvorschlägen im Einzelunterricht. Es sei wie im täglichen Leben, erklärte Petit. Oft könne man mit kleinen Dingen große Veränderungen bewirken. Das sei auch das Ziel des Workshops: "Ganz grundsätzliche Sachen. Ich versuche hier nicht, die ganz große Kunst zu vermitteln", so Charles Petit. Die vermittelte der Hornisten samt HR-Brass-Kollegen dann wenige Stunden später den Zuschauern beim Jubiläums-Konzert. (Saskia Baumgartner)

 

Badische Zeitung vom 04. Oktober 2010:
Wissenswertes über Trompeten

Trompetenwerkstatt öffnete zum Jubiläum und verriet viel über die Herstellung der Instrumente.

BAD SÄCKINGEN. Wie lang ist das Rohr einer Trompete? Wie viel Zeit benötigt es, um eine Trompete herzustellen? Aus welchem Material besteht sie? Fragen über Fragen, auf die Metallblasinstrumentenmacher Gerd Friedel eine Antwort wusste. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Trompetenmuseums öffnete am Wochenende die Trompetenwerkstatt im ehemaligen Schloss-Pförtnerhäuschen ihre Türen – Trompetenbauer inklusive. Viele Interessierte nutzten die Chance, ihm bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Die im Pförtnerhäuschen beim Schlosspark-Eingang eingerichtete, historische Trompetenwerkstatt kam 1986, ein Jahr nach der Gründung des Trompetenmuseums, nach Bad Säckingen. Am Wochenende wurde sie mit der Veranstaltung "Dem Trompetenbauer über die Schulter geschaut" nach Jahren nicht nur wieder einmal geöffnet, sondern wieder "lebendig." Metallblasinstrumentenmacher Gerd Friedel gab zahlreichen Interessierten zwei Tage lang einen Überblick über den Bau des Blechblasinstruments. Einleitend erklärte er: "Eine Trompete besteht aus vielen Elementen, die alle einzeln angefertigt und danach zusammengesetzt werden." Die Trompeten-Bestandteile in Roh- und bearbeitetem Zustand konnten die Besucher in der Werkstatt auch gleich bewundern und sogar mit-herstellen. Beispielhaft brachte Friedel so manches Bogenstück in die richtige Form und ließ auch kleine oder große Besucher Hand anlegen. Werbung Theoretisch hätte Friedel gar eine ganze Trompete in der fast 100 Jahre alten Werkstatt herstellen können. Das benötigte Werkzeug und die Maschinerie dazu seien vorhanden, so der Instrumentenbauer. Vieles davon gar dasselbe, was er auch heute noch auf seiner Arbeitsstelle benutze. Doch die Herstellung einer Trompete war nicht Ziel der Veranstaltung, sondern den Menschen das Instrumentenbau-Handwerk näher zu bringen. Trompetenmuseums-Leiter Johannes Brenke: "Nicht nur die Musik zu zeigen, sondern auch was dahinter steckt." Und was dahinter steckt, wollten Samstag und Sonntag viele Besucher herausfinden. Manche interessierten sich mehr für die Physik, andere für den Zusammenhang zwischen Bau und Klang. Keine Frage blieb unbeantwortet und beim Verlassen der Werkstatt wusste ein jeder, dass das Trompetenrohr einer B-Trompete 1,31 Meter lang, die Herstellung drei Tage bis eine Woche dauert und das Instrument hauptsächlich aus Messing besteht. Und wer sich nach dem Besuch in der "lebendigen Trompetenwerkstatt" für die Endprodukte von Metallblasinstrumentenmachern wie Gerd Friedel interessierte, der konnte die in der Orangerie bewundern. Hier stellten sowohl Friedels Basler Arbeitgeber Blechblas-Instrumentenbau Egger als auch das Musik-Atelier aus Tiengen Flügelhörner und Trompeten aus. Die Besucher durften auch hier fragen und selbst tätig werden – und die Trompete ihrer Wahl "lebendig" werden lassen. (Saskia Baumgartner)

 

Südkurier vom 04. Oktober 2010
Zauberer auf der Trompete

Zum Jubiläum des Bad Säckinger Trompetenmuseums spielte die Brassband des Hessischen Rundfunks im Gloria-Theater

Bad Säckingen (ukö) Trompeter sind wie Alchimisten: Sie machten aus
Blech Gold. Die Brassband des Hessischen Rundfunks machte am Samstag abend im Gloria-Theater deutlich, dass sich dieser Vergleich ebenso auf Hörner, Posaunen, Tuba und das Euphonium übertragen
lässt. Mit ihren „Musikalischen Eulenspiegeleien“ begeisterten sie über zwei Stunden ihre Zuhörer und führten durch verschiedene
Stilrichtungen und Interpretationsweisen. Humor und Musik gingen eine wunderbare Verbindung ein.
Etwas Eigenwilligkeit haben sich die Blechbläser und Burkhard Roggenbuck schon geleistet. Denn eine wichtige Mission der „hr-brass“ ist es, großartige Werke der Weltliteratur, bläsergerecht aufgearbeitet, nahe zu bringen, ohne überflüssige Längen. Dies betonte Klaus Bruschka, der nicht nur hervorragend mit der Posaune umzugehen versteht, sondern auch humorvoll, informativ und immer mit einem leichten Augenzwinkern durch das abwechslungsreiche Programm führte. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung überraschten Schüler der Trompetenklassen von Rüdiger König und
Matthias Wörz sowie der Jugendmusikschule Bad Säckingen mit kunstvollen Interpretationen im Obergeschoss des Theaters. Anschließend gehörte die Bühne den zwölf Musikern der Brassband, die sich für Stücke mit hohem Wiedererkennungswert entschieden hatten. Allerhöchste Konzentration war hierbei aufgrund der Straffung angesagt. Eine Art Essenz auf sehr hohem musikalischen Niveau entstand dadurch bei Werken wie „Salomon“ von Georg Friedrich Händel oder der Suite aus dem Ballett „Der Nussknacker“ von Peter Tschaikowsky. Mit zwei barocken „Canzonen“ von Giovanni Garieli für zwei vierstimmige Bläserchöre zeigten die Musiker vitale und strahlende Klarheit, die dynamisch sehr spannungsvoll gehalten wurde. Nach wie vor faszinierend ist auch die Kombination Musik und Film. Die kunstvolle Interpretation bekannter Filmmelodien ist rhythmisch sehr reizvoll gestaltet und zeigt die große Virtuosität der Bläser, die bis in feinste Nuancen aufeinander eingestimmt sind. Zu den besonderen Überraschungen des Abends gehörte der Gastauftritt des in der Region bekannten Trompeters Edward Tarr, der mit dem Brass-Ensemble unter der Leitung von Johannes Brenke, Leiter der Stadtmusik Bad Säckingen, die Zuhörer begeisterte. Ein lebendiges und musikalisch brillantes Programm hatte die Brass-Band für diesen Abend zusammengestellt, das temperamentvoll und ausdrucksstark dargeboten war und das mit unsterblichen und wunderbar interpretierten Klassikern beendet wurde: dem Thema aus der Sinfonie Nr. 40 von Wolfgang Amadeus Mozart und dem „Walzer Nr. 2“ aus der Jazz-Suite von Dimitri Schostakowitsch.

 

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